Bälle filzen

Bälle filzen

Kurzbeschreibung: ganz einfach aus Naturwolle kleine Bälle basteln, mit    

                           denen man hinterher spielen oder massieren kann.

Dauer: pro Ball etwa 20 Min, also gut für eine Sippenstunde geeignet!

Altersempfehlung: 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16

Gruppengröße: 4-10

Ort: drinnen oder draußen

Material: Heißes Wasser

             Schmierseife

             Pro Ball ca. 30 bis 50 g Naturwolle (am besten: Merinowolle im Vlies 

             gekämmt)

             Schmierseife

             Schüsseln

             Evtl. Zeitungspapier (kann als Kern verwendet werden)

Tip: beim Versand Filzrausch (www.filzrausch.de) gibt es diese Wolle recht 

      günstig und auch in größeren Mengen.

 

Durchführung:

1. Die naturfarbene Wolle wird für das Innenleben des Balls in etwa sechs handtellergroße Flocken gezupft. Die farbige Wolle wird in möglichst kleine Flocken gezupft.

2. Um einen festen Kern als Mittelpunkt zu erhalten, wird die erste Flocke in der Mitte einmal gedreht. Die beiden Enden der Flocke werden zusammengelegt und um den Drehpunkt gewickelt. Anschließend die kleine Kugel in die heiße Lauge tauchen.

3. Die zweite Flocke wird mit der Faserrichtung rechtwinkelig zur ersten Flocke um das Kügelchen gewickelt. So wird auch bei jeder weiteren Flocke die Faserrichtung im 90° Winkel zur darunterliegenden Wolle geändert. Nun nach und nach Flocke für Flocke der naturfarbenen Wolle um den immer dicker werdenden Ball wickeln und zwischen durch immer wieder in die Seifenlauge tauchen, dabei darf der Ball aber nicht zu nass werden.

► Dieser Kern kann auch mit einem Zeitungspapierknödel gemacht werden und dann nach und nach mit Wolle umwickelt werden - man spart viel Material aber es ist natürlich nicht original!!!

4. Wenn der Ball mit der naturfarbenen Wolle die gewünschte Größe erreicht hat, werden die farbigen Wolleflocken in der gewünschten Reihenfolge, sanft angedrückt und jeweils

mit einem Schöpfer Lauge in der Hand förmlich "angeklebt", oder die Flocke vorher in die Lauge getaucht und dann angeklebt und durch ziehen gefestigt. In dieser Phase darf der Ball sehr nass gearbeitet werden.

5. Wenn die ganze Oberfläche mit bunter Wolle bedeckt ist, den ganzen Ball umfassen und mit beiden Händen sanft drücken. Behutsam arbeiten, um die Oberfläche nicht zu

verschieben. Der Ball soll immer heiß sein, deshalb immer wieder Lauge über den Ball schöpfen.

Für das Innenleben wurde die Wolle bisher nur gewickelt - die saubere Verbindung (Verfilzung) der verschiedenen Schichten spielte noch keine große Rolle. Um eine schöne, gleichmäßige Oberfläche zu erhalten, muss nun exakt weitergearbeitet werden, damit keine "Taschen" entstehen oder Filzfetzen vom Ball hängen.

6. Nach einiger Zeit ist spürbar, wie sich die Oberflächenwolle verbindet. Nun wird mit zarten Streichbewegungen begonnen, die mit der Zeit immer entschiedener und zupackender werden können.

7. Ist die Oberflächenwolle gut verfilzt, wird der Ball immer heftiger gerollt, geknetet und gedrückt. Jetzt werden auch die anfangs nur gewickelten Fasern im Inneren des Balls durch den Druck von außen verdichtet. Der Ball schrumpft.

8. Am Ende den Ball mit klarem Wasser ausspülen, ausdrücken, nochmals in Form rollen und etwa einen Tag in der Sonne oder auf der Heizung trocknen lassen.